§ 1 Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") der Serhat Can, Oedenbergerstrasse 145, 90491 Nürnberg, Deutschland (nachfolgend "Anbieter"), gelten für alle Verträge über die Überlassung der On-Premise-Software SanctioDesk, die zwischen dem Anbieter und gewerblichen Kunden (nachfolgend "Kunde") geschlossen werden.

Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter hat ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt. Diese AGB gelten auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis entgegenstehender oder abweichender Bedingungen des Kunden die Leistungen vorbehaltlos erbringt.

Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne von § 14 BGB. Der Abschluss von Verträgen mit Verbrauchern (§ 13 BGB) ist nicht vorgesehen.


§ 2 Vertragsschluss

Das Angebot des Anbieters auf der Website sanctiodesk.de stellt kein verbindliches Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum).

Der Kunde gibt ein verbindliches Angebot ab, indem er das Kontaktformular ausfüllt oder eine Demo-Anfrage stellt und eine entsprechende Auftragsbestätigung erhält. Der Vertrag kommt durch die schriftliche Bestätigung des Anbieters zustande.

Der Vertrag wird in deutscher Sprache geschlossen. Der Vertragstext wird nach Vertragsschluss nicht gesondert gespeichert und ist über diese AGB zugänglich.


§ 3 Leistungsumfang

Der Anbieter überlässt dem Kunden SanctioDesk als On-Premise-Software zur Installation und zum Betrieb auf dem eigenen Server des Kunden. Der Anbieter liefert die Software sowie notwendige Updates für die Dauer des Lizenzvertrags. Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweils vereinbarten Tarif:

Tarif Solo (49 € / Monat, zzgl. gesetzlicher MwSt.)

  • 1 Filiale, 3 Benutzer-Konten
  • Weitere Benutzer zu je 5 € / Monat zubuchbar (exkl. MwSt.)
  • Verwaltung von Strafanträgen
  • Hausverbot-Verwaltung
  • PDF-Export-Funktion
  • E-Mail-Support

Tarif Business (199 € / Monat, zzgl. gesetzlicher MwSt.)

  • 5 Filialen, mehrere Benutzerrollen
  • Alle Funktionen aus Solo
  • Umfangreiche Statistiken und Auswertungen
  • Testkauf-Formular und -verwaltung
  • Individuelle PDF-Vorlagen
  • E-Mail-Support

Tarif Enterprise (individuelles Angebot)

  • Alle Funktionen aus Business
  • Unbegrenzte Filialen und Benutzer
  • Individuelles Onboarding und Schulung
  • Dedizierter Support mit SLA
  • Individuelle Erweiterungen und Integrationen nach Vereinbarung

Der Anbieter ist berechtigt, den Leistungsumfang durch Updates zu erweitern oder technisch anzupassen, sofern dies die vertraglich vereinbarten Kernfunktionen nicht beeinträchtigt. Der Kunde ist verpflichtet, bereitgestellte Sicherheitsupdates innerhalb angemessener Frist einzuspielen.


§ 4 Nutzungsbedingungen

Der Kunde erhält ein nicht exklusives, nicht übertragbares Recht zur Installation und Nutzung von SanctioDesk auf seinen eigenen Servern für die Dauer des Lizenzvertrags. Die Anzahl der berechtigten Installationen und Benutzer ergibt sich aus dem gebuchten Tarif.

Der Kunde ist verpflichtet:

  • die Software ausschließlich für rechtmäßige Zwecke zu nutzen;
  • Zugangsdaten und Lizenzschlüssel vertraulich zu behandeln und vor unbefugtem Zugriff zu schützen;
  • den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn ein Verdacht auf Missbrauch von Zugangsdaten oder Lizenzschlüsseln besteht;
  • die Software nicht zu vervielfältigen, zu verbreiten, zu vermieten, zu verpachten oder Dritten zur Nutzung zu überlassen;
  • den Quellcode nicht zu dekompilieren, zu disassemblieren oder anderweitig zurückzuentwickeln, soweit dies nicht gesetzlich ausdrücklich gestattet ist;
  • eine ausreichende IT-Infrastruktur (Server, Betriebssystem, Netzwerk) bereitzustellen und zu betreiben, die den Systemanforderungen der Software entspricht.

Der Anbieter behält sich das Recht vor, den Lizenzvertrag bei Verstößen gegen diese Nutzungsbedingungen nach vorheriger Abmahnung außerordentlich zu kündigen.


§ 5 Zahlungsbedingungen

Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus auf Basis des gewählten Tarifs. Alle genannten Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Rechnungen werden per E-Mail zugestellt.

Zahlungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug fällig. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz gemäß § 288 Abs. 2 BGB zu berechnen.

Preisanpassungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten schriftlich mitgeteilt. Lehnt der Kunde eine Preisanpassung ab, ist er berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preisanpassung zu kündigen.


§ 6 Vertragslaufzeit und Kündigung

Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats ordentlich gekündigt werden.

Die Kündigung bedarf der Textform (E-Mail genügt). Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Nach Vertragsende ist der Kunde verpflichtet, die Software sowie alle damit verbundenen Lizenzdaten von seinen Servern zu entfernen. Die auf den eigenen Servern des Kunden gespeicherten Daten verbleiben beim Kunden und liegen in seiner Verantwortung. Der Anbieter deaktiviert den Lizenzschlüssel zum Vertragsende.


§ 7 Updates und Wartung

Der Anbieter stellt für die Dauer des Lizenzvertrags Software-Updates bereit. Dies umfasst Fehlerbehebungen (Bugfixes) sowie funktionale Weiterentwicklungen. Ein Anspruch auf bestimmte neue Funktionen besteht nicht, sofern nichts anderes vereinbart wurde.

Die Verfügbarkeit der Software liegt im Verantwortungsbereich des Kunden, da dieser die Software auf seiner eigenen Infrastruktur betreibt. Der Anbieter übernimmt keine Verantwortung für Ausfälle, die auf der Infrastruktur des Kunden beruhen.

Technischer Support wird per E-Mail erbracht. Im Enterprise-Tarif kann ein individuelles Service-Level-Agreement (SLA) vereinbart werden.


§ 8 Datenschutz

Beide Parteien verpflichten sich, die geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen einzuhalten, insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).

Da SanctioDesk als On-Premise-Lösung ausschließlich auf den Servern des Kunden betrieben wird, ist der Kunde alleiniger datenschutzrechtlicher Verantwortlicher (Art. 4 Nr. 7 DSGVO) für alle personenbezogenen Daten, die innerhalb der Software verarbeitet werden. Der Anbieter hat keinen Zugriff auf diese Daten.

Der Kunde ist verpflichtet, die notwendigen technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOMs) gemäß Art. 32 DSGVO für den sicheren Betrieb der Software auf seiner Infrastruktur sicherzustellen. Weitere Informationen zur Verarbeitung von Kontaktdaten auf der Marketingwebsite enthält die Datenschutzerklärung.


§ 9 Haftungsbeschränkung

Der Anbieter haftet unbegrenzt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden.

Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Die Haftung für leicht fahrlässige Verletzungen von nicht wesentlichen Vertragspflichten ist ausgeschlossen.

Die Haftung für Datenverlust ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der entstanden wäre, wenn der Kunde regelmäßige und dem Risiko angemessene Datensicherungen durchgeführt hätte.


§ 10 Gewährleistung

Der Anbieter gewährleistet, dass SanctioDesk die vertraglich vereinbarten Funktionen erfüllt. Bei Mängeln der Software hat der Anbieter das Recht zur Nacherfüllung innerhalb einer angemessenen Frist. Schlägt die Nacherfüllung fehl, kann der Kunde eine Minderung des Entgelts verlangen.

Technische Anpassungen und Weiterentwicklungen, die die vertraglich vereinbarten Kernfunktionen nicht beeinträchtigen, gelten nicht als Mangel.


§ 11 Gerichtsstand und anwendbares Recht

Auf alle Verträge zwischen dem Anbieter und dem Kunden findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung. Die Anwendung des UN-Kaufrechts (CISG) ist ausgeschlossen.

Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit Verträgen, die auf Basis dieser AGB geschlossen wurden, ist – soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist – der Sitz des Anbieters in Deutschland.


§ 12 Salvatorische Klausel und Änderungen

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle unwirksamer Bestimmungen tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen zu ändern. Widerspricht der Kunde der Änderung nicht innerhalb dieser Frist, gelten die geänderten AGB als akzeptiert. Auf dieses Widerspruchsrecht und die Folge des Ausbleibens eines Widerspruchs wird der Anbieter im Rahmen der Ankündigung ausdrücklich hinweisen.


Stand: Mai 2026